flammkuchen mit tomaten und ziegenkäse

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Was koche ich wenn ich quasi nichts im Kühlschrank habe? Bei mir ist die Antwort meistens Flammkuchen oder Pizza. Das bestimmt am meisten genutzte Rezeptkärtchen in meinem Rezeptkasten ist demnach »Rezept für Flammkuchen«. Wobei… nein das stimmt so auch wieder nicht, denn eigentlich kann ich das Rezept auswendig. Du kannst mich nachts wecken und nach dem Rezept für Flammkuchenteig fragen und ich sag’s dir im Halbschlaf und wenn du lieb fragst, könnte es sogar sein, dass ich aufstehe und dir Flammkuchen oder Pizza mache.

Und sag jetzt bloß nicht, das könnte ich ja leicht behaupten… wenn es dir möglich ist, mich nachts zu wecken indem du neben meinem Bett stehst, dann musst du einer meiner Lieblingsmenschen sein und natürlich mache ich für meine Liebelingsmenschen mitten in der Nacht Flammkuchen. Duh! Haha!

Jetzt aber mal im Ernst… Flammkuchen oder Pizza geht doch nun wirklich immer! Hefe ist so gut wie immer da, wenn es auch nur Trockenhefe ist. Und mal ehrlich… auf den Hefeteigboden kann man alles drauf hauen und es ist lecker. Ich schreib unten nach dem Rezept mal ein paar alternativen und verrate sogar wie man auch ohne Hefe einen leckeren Boden machen kann.

Jetzt gibt’s aber erst mal ein anständiges Rezept, wenn die Vorratskammer im Idealfall alles her gibt, was man so braucht.

flammkuchen mit tomaten & feta

für 2 Bleche

für den hefeteig

450-500 g Weizenmehl Type 550
1/2 Würfel frische Hefe
250 ml lauwarmes Wasser
1 TL Salz
1 TL Italienische Kräuter [optional]
2 EL Olivenöl

für den belag

300 g Crème Fraîche
1 Ei
200 g Rispentomaten
2 kleine Ziegenkäsetaler oder ein Feta
Salz und Pfeffer nach Belieben
frische Kräuter zum Bestreuen

zubereitung

  1. Für den Hefeteig 450 g Mehl in eine Rührschüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen, die Hefe in die Mulde oder eine kleine Schüssel krümeln, mit 50 ml lauwarmem Wasser und etwas Mehl verrühren und 15 Minuten ruhen lassen bis sich Bläschen bilden. 
  2. Das Salz, die Kräuter, das Öl und die restlichen 200 ml lauwarmes Wasser zum Mehl und dem Vorteil geben und alles 7-10 Minuten lang zu einem glatten elastischen Teig kneten, nur so viel des restlichen Mehls unterkneten wie nötig. Den Teig in der Schüssel, mit einem Küchentuch bedeckt an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen. 
  3. Den Backofen vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. 
  4. Für den Belag die Crème Fraîche mit dem Ei glatt rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Tomaten in Scheiben schneiden
  5. Den Teig in zwei gleich große Stücke Teilen und jeweils auf einem vorbereiteten Blech dünn ausrollen, mit der Crème bestreichen, den Tomatenscheiben belegen und den Ziegenkäse oder Feta darüber krümeln.
  6. Die Bleche nacheinander oder bei Umluft zusammen im vorgeheizten Ofen backen. Backzeit: 10–12 Minuten bei 220 °C Ober-/Unterhitze (200 °C Umluft)
  7. Die Flammkuchen aus dem Ofen nehmen, mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer und frisch gehackten Kräutern bestreuen und etwas Olivenöl beträufeln und gleich servieren.

hefeteig tipps

Alle Zutaten für den Hefeteig sollten Raumtemperatur haben, das Wasser darf sogar bis zu 40 °C haben. Die Hefe also etwa 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen. 

Beim Verwenden frischer Hefe empfiehlt es sich einen Vorteig zu machen, dafür etwas lauwarmes Wasser mit der Hefe und etwas Mehl verrühren und etwa 15 Minuten ruhen lassen bis sich Bläschen bilden und das Volumen sich verdoppelt hat. So erkennt man auch gleich, ob die Hefe noch gut ist.

Beim Verwenden von Trockenhefe ist der Vorteig nicht unbedingt notwendig. Diesen Schritt einfach überspringen und die Hefe unter das Mehl mischen. Ein Päckchen Trockenhefe entspricht übrigens meist einem halben Würfel Hefe. 

Da Mehl ein Naturprodukt ist und je nach Getreideart, Mahlgrad und Lagerung unterschiedlich viel Flüssigkeit aufnimmt, empfiehlt es sich mit 50–100 g weniger Mehl zu starten und nur so viel des im Rezept angegebenen Mehl beim Kneten hinzufügen, dass der Teig nicht mehr klebt. Es ist einfacher Mehl hinzuzufügen als Flüssigkeit unterzukneten, falls der Teig zu trocken und fest ist. 

Apropos Kneten: Kneten ist das A und O des Hefeteiges. Um die richtige Elastizität und Geschmeidigkeit zu erhalten, solle der Teig 7-10 Minuten von Hand geknetet werden. Mit der Küchenmaschine geht es etwas schneller und einfacher, so lange mit den Knethaken kneten, bis er sich dabei komplett vom Schüsselrand löst. 

Auch die Ruhezeit ist sehr wichtig. Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort ohne Zugluft ruhen lassen. Der Teig ist fertig, wenn sich das Volumen verdoppelt hat, was meist 30–60 Minuten dauert. Wer etwas ungeduldiger ist kann auch den Backofen auf nicht mehr als 40 °C aufheizen, ausschalten und den zugedeckten Hefeteig darin gehen lassen. Ich persönlich finde aber, dass er besser ist, wenn man ihm die Zeit gibt, länger zu gehen und nicht so schnell.

Für Flammkuchen muss man den Teig sehr dünn ausrollen. Das geht am leichtesten, wenn man den Teig gleich auf dem Backpapier ausrollt.
Mein Geheimtipp: Ein Backform-Teigroller! 

alternativen

Wie oben angekündigt noch ein paar Tipps, wenn es einem die Vorratskammer oder der Kühlschrank nicht so einfach macht.

Nicht das »richtige« Mehl?

Kein Weizenmehl Type 550 Mehl zur Hand? Kein Problem…
Im Prinzip kann man mit unzählig vielen Mehl-Typen Hefeteig machen ob Weizenmehl Type 405, Dinkelmehl Type 630, Weizenmehl Type 812 sogar Vollkornmehl. Es kann nur sein, dass man die Wassermenge etwas anpassen muss, denn wie schon bei den Hefeteig-Tipps erwähnt, nimmt Mehl Flüssigkeit unterschiedlich auf.

Kein Ei?

Falls Hinke Lotta heute kein Ei für dich gelegt hat, ist es auch kein Ding. Die Crème Fraîche einfach so auf den Boden streichen. Ich lass es ehrlich gesagt öfters weg, als dass ich es unterrühre.

Keine Crème Fraîche?

Saure Sahne, Frischkäse, Hüttenkäse, Schmand sind natürlich immer Alternativen.

Keine Hefe? Keine Zeit?

Für das Rezept für einen hefefreien Pizzaboden schick ich euch jetzt einfach mal zu meinem »pizza rapido« Rezept weiter. Da findet ihr auch einen »schnellen Hefeteig« und den Link zur besten Tomatensauce auf Vorrat.

Andere Toppings?

Speckwürfel und Zwiebel, Schnittlauch, Zucchini, Paprika, Pilze,… irgend ein einsames Veggie wird doch noch im Gemüsefach chillen, oder? Ein paar TK-Kräuter im Gefrierfach vielleicht? Eine Dose Thunfisch? Mais? Ein Rest Pesto? So leer kann ein Kühlschrank oder Vorratsraum gar nicht sein, dass man nichts findet. Be creative.

Für noch mehr Rezepte für »Flammkuchen, Dinnete und Zelten« schaut doch mal in die aktuellen Ausgabe der »Die Allgäuerin« [Juli/August 2020].

Ach ja und hier gibt’s noch ein »oldie but goodie«. Die Spargelzeit ist zwar schon vorbei, aber es lohnt sich, das Rezept für nächstes Jahr vorzumerken – Flammkuchen mit grünem Spargel.

Das war’s dann mal wieder für heute von mir – und bitte weckt mich heute nacht nicht und fragt nach dem Rezept. Hab letzte Nacht kaum geschlafen, denn die fünf Kaffees haben dann doch noch gewirkt, leider erst als ich dann irgendwann mal schlafen wollte. Haha!
xo.

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